Die meisten kleineren Unternehmen habe meistens kein Geld für richtiges SEO und erst recht keins um eine Agentur damit zu beauftragen. Ich will in diesem Artikel mal ein bisschen meine herangehensweise beschreiben in einer Firma die nur begrenztes Geld und Zeit für SEO hat.
Bevor man überhaupt beginnt mit der Arbeit, muss einen Analyse des Ist-Zustandes durchgeführt werden und auch dem Chef bzw. Kunden verständlich rüber gebracht werden. Dabei muss man immer im Kopf behalten, das SEO bzw. der Traffic der über die zu optimierenden Keywords kommt meisten keine Neukunden bedeutet in manchen Sektoren. So muss man sich genau überlegen, für welche Begriffe man ranken will.
In meinem Fall lief es darauf hinaus eine Webseite die schon seit 8 Jahren existiert aus einem tief zu holen und diese endlich richtig in Google indexieren zu lassen. Wie oft wurde schon gepredigt, das SEO keine schnelle Sache ist und auch das muss man erklären können. Jedoch kann man den Kunden zumindest bei der Analyse eine Aussicht geben, wie es seien könnte.
Ein Versprechen sollte man dabei nicht geben. Kommen wir aber zurück zur Analyse. Linkkauf oder professionelles Linkbuilding kam in diesem Unternehmen nicht in Frage. Dafür wurde die Ressourcen an andere stelle gebraucht, die das Kerngeschäft des Unternehmens sind. Also musste man einen Weg finden aus eigener Kraft und minimalen Aufwand Links zu bekommen. Branchenverzeichnisse, Webkataloge alles dreck, was später auch nicht nach einem schönen Linkprofil aussieht. Einzig und allein DMOZ machte Sinn für den Anfang. Hier hat der Martin übrigens einen netten Artikel darüber geschrieben. Somit stand schon einmal DMOZ auf der Min Map bei mir als Linkquelle.
Wie geht’s nun weiter setzte ich Bookmarks? Ne lassen wir das mal lieber dort sind schon genug SEOs und auch Google findet diese Linksammelbecken nicht toll (siehe Mister Wong). Wie wäre es mit einem Blog? Ein Blog bedeutet, dass sich mindesten eine Person darum kümmern muss und auch sich Themen ausdenken muss. Das heißt Zeit und Geld die im Kerngeschäft besser aufgehoben sind. Dennoch kann man diese Möglichkeit im Hinterkopf behalten, da ein Blog immer gut ist nach draußen zu kommunizieren.
Dann die Idee, vielleicht kann die Firma mit ihrem eigenen Kerngeschäft Links bekommen. So ein bisschen muss man da über den Tellerrand schauen, wie kann ich anderen mit meiner Dienstleistung vielleicht etwas Gutes tun. Nehmen wir mal eine Firma die verschiede Aktionen für einen Computerhersteller durchführt und dadurch vielleicht den ein oder anderen Laptop billig bekommt oder sogar als Surprise. Oder nehmen wir Werbeartikel die übrige geblieben sind die vielleicht die Firma nicht mehr braucht aber ein paar Blogger für ein Gewinnspiel.
Für die meisten Sachen findet sich ein Verwendungszweck, der im Idealfall einen Link geben kann und wenn nicht hat man zumindest seinen Firmen Namen und Dienstleistung an eine weitere Person weitergeben. In meinen Fall war es so, dass die Firma an Laptops kam. Diese könnte man Blogger schicken, um eine Review darüber zu schreiben. Ist im Prinzip nichts anders, wie bei Taff immer diese Gewinnspiele wo eine Firma Preise bereitstellt. Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand aufgrund eines Gewinnspiels im Fernsehen automatisch auf die Seite verlinkt.
Da hat man mit Blogger mehr Chancen. Zudem ist der Aufwand entsprechend gering, statt Links zu kaufen und diese auch noch in gewissen Abständen zu überprüfen. Jetzt mal abgesehen davon, dass man diese auch noch monatlich zahlen muss. Eine weitere tolle Möglichkeit an Links zu kommen ist ein Eintrag in Wikipedia oder Knol. Eure Firma hat ein tolles Produkt, was sonst keiner hat? Warum nicht einfach mal einen Knol Artikel schreiben.
Keine Werbung sondern einfach das Produkt der Welt da draußen mal vorstellen. Bei Wikipedia kommt dann die Firmen Beschreibung rein. Hier muss man höllisch aufpassen, denn sobald man nur ein bisschen werbend wird zack boom gelöscht. Gut macht sich allerdings, wenn man z.b die Seite der Stadt mit einbringt und auch andere Seiten im Wiki aus dem Text heraus an linkt.
Hey was ist mit SMO?
Ja Facebook ist cool und Twitter auch, aber es sind beides Zeitfresser. Ein Twitter Account will anständig geführt werden, damit darüber auch mit Leuten kommuniziert werden kann. Automatische Tweets helfen keinen fragenden Kunden weiter. Auch einen Facebook Landingpage will ordentlich betrieben werden.
Da hilft es nicht eine Aktion zu starten und die Fans dann warten zu lassen. Hier muss geschaut werden, wer hat dafür Zeit und vor allem ist dort überhaupt unseren Zielgruppe vertreten. In meinen Fall hatte keiner dafür Zeit.
Welche Tools braucht man?
Hat man eine Webseite aufgebaut mit vernünftiger Struktur, Inhalt und Links, will man natürlich auch überprüfen, wie diese in Google rankt. Ich persönlich setzte dabei auf die Google WebmasterTools, auch wenn viele SEOs dieser Toolbox misstrauen, bietet sie doch viel zum Nulltarif. Neben den Google Webmaster Tools läuft noch das Microsoft SEO Toolkit. Basierend auf dem IIS bietet es Informationen rund um die Webseite. Von einer Linkanalyse bis hin zur Sitemap gibt es viele Einstellungen. Natürlich bietet eine Sistrix Toolbox mehr, diese kostet allerdings auch schon wieder ein paar Euros und nur für das reinschauen an zwei Tagen zu teuer.
Das war es jetzt erst mal, vielleicht kommt noch ein zweiter Teil
Hört euch auch mal die aktuelle Folge von Radio4seo an!