Linkbuilding aus eigener Kraft, was hat das Unternehmen zu bieten?

by seo2feel on Juli 30, 2010

Die meisten kleineren Unternehmen habe meistens kein Geld für richtiges SEO und erst recht keins um eine Agentur damit zu beauftragen. Ich will in diesem Artikel mal ein bisschen meine herangehensweise beschreiben in einer Firma die nur begrenztes Geld und Zeit für SEO hat.

Bevor man überhaupt beginnt mit der Arbeit, muss einen Analyse des Ist-Zustandes durchgeführt werden und auch dem Chef bzw. Kunden verständlich rüber gebracht werden. Dabei muss man immer im Kopf behalten, das SEO bzw. der Traffic der über die zu optimierenden Keywords kommt meisten keine Neukunden bedeutet in manchen Sektoren. So muss man sich genau überlegen, für welche Begriffe man ranken will.

In meinem Fall lief es darauf hinaus eine Webseite die schon seit 8 Jahren existiert aus einem tief zu holen und diese endlich richtig in Google indexieren zu lassen. Wie oft wurde schon gepredigt, das SEO keine schnelle Sache ist und auch das muss man erklären können. Jedoch kann man den Kunden zumindest bei der Analyse eine Aussicht geben, wie es seien könnte.

Ein Versprechen sollte man dabei nicht geben. Kommen wir aber zurück zur Analyse. Linkkauf oder professionelles Linkbuilding kam in diesem Unternehmen nicht in Frage. Dafür wurde die Ressourcen an andere stelle gebraucht, die das Kerngeschäft des Unternehmens sind. Also musste man einen Weg finden aus eigener Kraft und minimalen Aufwand Links zu bekommen. Branchenverzeichnisse, Webkataloge alles dreck, was später auch nicht nach einem schönen Linkprofil aussieht. Einzig und allein DMOZ machte Sinn für den Anfang. Hier hat der Martin übrigens einen netten Artikel darüber geschrieben. Somit stand schon einmal DMOZ auf der Min Map bei mir als Linkquelle.

Wie geht’s nun weiter setzte ich Bookmarks? Ne lassen wir das mal lieber dort sind schon genug SEOs und auch Google findet diese Linksammelbecken nicht toll (siehe Mister Wong). Wie wäre es mit einem Blog? Ein Blog bedeutet, dass sich mindesten eine Person darum kümmern muss und auch sich Themen ausdenken muss. Das heißt Zeit und Geld die im Kerngeschäft besser aufgehoben sind. Dennoch kann man diese Möglichkeit im Hinterkopf behalten, da ein Blog immer gut ist nach draußen zu kommunizieren.

Dann die Idee, vielleicht kann die Firma mit ihrem eigenen Kerngeschäft Links bekommen.  So ein bisschen muss man da über den Tellerrand schauen, wie kann ich anderen mit meiner Dienstleistung vielleicht etwas Gutes tun. Nehmen wir mal eine Firma die verschiede Aktionen für einen Computerhersteller durchführt und dadurch vielleicht den ein oder anderen Laptop billig bekommt oder sogar als Surprise. Oder nehmen wir Werbeartikel die übrige geblieben sind die vielleicht die Firma nicht mehr braucht aber ein paar Blogger für ein Gewinnspiel.

Für die meisten Sachen findet sich ein Verwendungszweck, der im Idealfall einen Link geben kann und wenn nicht hat man zumindest seinen Firmen Namen und Dienstleistung an eine weitere Person weitergeben. In meinen Fall war es so, dass die Firma an Laptops kam. Diese könnte man Blogger schicken, um eine Review darüber zu schreiben.  Ist im Prinzip nichts anders, wie bei Taff immer diese Gewinnspiele wo eine Firma Preise bereitstellt. Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand aufgrund eines Gewinnspiels im Fernsehen automatisch auf die Seite verlinkt.

Da hat man mit Blogger mehr Chancen. Zudem ist der Aufwand entsprechend gering, statt Links zu kaufen und diese auch noch in gewissen Abständen zu überprüfen.  Jetzt mal abgesehen davon, dass man diese auch noch monatlich zahlen muss. Eine weitere tolle Möglichkeit an Links zu kommen ist ein Eintrag in Wikipedia oder Knol. Eure Firma hat ein tolles Produkt, was sonst keiner hat? Warum nicht einfach mal einen Knol Artikel schreiben.

Keine Werbung sondern einfach das Produkt der Welt da draußen mal vorstellen. Bei Wikipedia kommt dann die Firmen Beschreibung rein. Hier muss man höllisch aufpassen, denn sobald man nur ein bisschen werbend wird zack boom gelöscht. Gut macht sich allerdings, wenn man z.b die Seite der Stadt mit einbringt und auch andere Seiten im Wiki aus dem Text heraus an linkt.

Hey was ist mit SMO?

Ja Facebook ist cool und Twitter auch, aber es sind beides Zeitfresser. Ein Twitter Account will anständig geführt werden, damit darüber auch mit Leuten kommuniziert werden kann. Automatische Tweets helfen keinen fragenden Kunden weiter. Auch einen Facebook Landingpage will ordentlich betrieben werden.

Da hilft es nicht eine Aktion zu starten und die Fans dann warten zu lassen. Hier muss geschaut werden, wer hat dafür Zeit und vor allem ist dort überhaupt unseren Zielgruppe vertreten. In meinen Fall hatte keiner dafür Zeit.

Welche Tools braucht man?

Hat man eine Webseite aufgebaut mit vernünftiger Struktur, Inhalt und Links, will man natürlich auch überprüfen, wie diese in Google rankt. Ich persönlich setzte dabei auf die Google WebmasterTools, auch wenn viele SEOs dieser Toolbox misstrauen, bietet sie doch viel zum Nulltarif. Neben den Google Webmaster Tools läuft noch das Microsoft SEO Toolkit. Basierend auf dem IIS bietet es Informationen rund um die Webseite. Von einer Linkanalyse bis hin zur Sitemap gibt es viele Einstellungen. Natürlich bietet eine Sistrix Toolbox mehr, diese kostet allerdings auch schon wieder ein paar Euros und nur für das reinschauen an zwei Tagen zu teuer.

Das war es jetzt erst mal, vielleicht kommt noch ein zweiter Teil ;-)

Hört euch auch mal die aktuelle Folge von Radio4seo an!

{ 12 comments… read them below or add one }

1 Mißfeldt Juli 30, 2010 um 11:52 pm

Schön geschrieben. Und mal interessant zu hören, wie man quasi mit nichts loslegt. Oft beginnen SEO-Berichte ja sinngemäß mit: “Die 75.000 Seiten unseres Kunden konnten nur 283 Top-Keywords vorweisen, über die ca. 3 Mio Besucher pro Monat generiert werden. Ziel war es, die Conversionrate zu verzehnfachen.” oder so ;-)
Ich freu mich auf Teil 2.

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2 Frank Zimper Juli 31, 2010 um 11:17 am

Endlich mal ein Bericht aus der Realität, aus einer “Firma die nur begrenztes Geld und Zeit für SEO hat”.
Gerade das gegen Social Media angeführte Zeitargument kommt mir sehr bekannt vor. Und es ist ja auch ein gewichtiges. Wenn man keine Zeit für Social Media Kanäle hat, dann sollte man besser die Finger davon lassen.

Noch ein Hinweis: Das Microsoft SEO Toolkit basiert doch bestimmt auf dem IIS, nicht auf dem ISS, oder?

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3 Pero Dordic Juli 31, 2010 um 4:46 pm

Den Hinweis mit Knol finde ich gut. Wer noch mehr in die Richtung braucht, kann sich Suite101, Pageballs und Squidoo anschauen.

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4 SeoTom August 1, 2010 um 9:48 am

Hm, Knol war mir tatsächlich noch nicht bekannt… Danke dafür. Aber sonst ethält der Text nicht wirklich neue Infos. Zusammengefaßt: DMOZ (wobei dies nix für neue Seiten ist) und Knol. Interessant ist der Absatz zum “Tellerrand”, aber genau DAS ist ja das Schwierige, sich etwas einfallen zu lassen. Was mich eher interessieren würde…. ICH MÖCHTE GERN 1.000 EUR im Monat investieren…. wie verballere ich die am Effektivsten, wenn ich selbst ein wenig Ressourcen dazu hätte. Und vor allem, wieviele Besucher kann ich erwarten? Zu den Bloggern: Aber wie erreicht man die, es gibt ja unzählige Blogs… muss man sich wirklich in seinem Thema durchwuseln?

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5 seo2feel August 1, 2010 um 11:31 am

Hallo Tom,

natürlich enthält der Artikel jetzt keine Super neuen Tricks. Es geht um die ersten Grundmaßnahmen und auch darum zu schauen, was das Unternehmen bieten kann. Die Frage ist in was zu investieren willst? Willst du einen Aktion starten oder etwas anderes? Das mit den Besucher lässt sich nicht abschätzen können mehr oder weniger je nachdem was du eben vor hast mit den 1000€. Wie man die Blogger erreicht? Schau dich doch mal in der Bloggerszene um. Es geht nicht um klein oder groß sondern allein darum Reputation zu erzeugen, wo sich vielleicht auch “große” Blogs dran beteiligen. Das Thema ist auf jedenfall wichtig ein Modeblog kann nichts mit einer Kaffeemaschine anfangen.

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6 Alexander Trust August 1, 2010 um 5:46 pm

Du hast doch jetzt quasi nur gesagt, was man alles nicht machen kann, bzw. sollte. Die einzige proaktive Maßnahme, die du erwähnt hast, waren die Gewinnspielmaßnahmen mit Bloggern. Wieviele Links sollen denn über diesen Kanal dann gekommen sein? Eine Handvoll?

Und wie haben diese Links denn dann das Ranking deines “Kunden” beeinflusst?

Sorry, wenn ich so kritisch nachhake.

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7 seo2feel August 1, 2010 um 8:40 pm

Hallo Alexander,

danke ersteinmal für dein Feedback, auch wenn es etwas kritisch ist. Dieser Beitrag wars als Einstieg gedacht und zeigt nur meine Überlegungen in diese Richtung. Es gibt natürlich viele Möglichkeiten an Links zu kommen. Keiner kann alle aufzählen. Die Blogger habe ich beleuchtet, da man mit dieser Gruppe von Leuten viel Reputation erzeugen kann mit einem kleinen Dank oder wie im Beispiel einer Review.

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8 Alexander Trust August 1, 2010 um 5:50 pm

Ach und zu Knol, DMOZ und Wikipedia… was macht man, wenn man kein Hersteller ist und kein Produkt hat? Und bei DMOZ ist es dann auch wieder Glücksache, ob man angenommen wird. Wenn man sich manche der dort gelisteten Seiten ansieht.

Also für meinen Fall zum Beispiel. Es gibt professionell betriebene Spieleseiten von Verlagshäusern, die auch im Print unterwegs sind. Von denen findet sich keine bei DMOZ verlinkt. Alles andere, was dort so gelistet ist, hat sich zum Teil auch schon überlebt. Manche Links sind outdated und bieten aktuell keinen Content mehr an. Sowas nennt sich dann Webkatalog? Und mit der eigenen Seite, die man seit Monaten täglich aktuell hält kommt man selbst nach Dutzenden Vorschlägeversuchen von unterschiedlichen Leuten trotzdem nicht da hinein. Ich mach das ja nicht, um die zu ärgern, sondern weil ich glaube, dass mein Webangebot tatsächlich die Kriterien erfüllt.

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9 seo2feel August 1, 2010 um 8:44 pm

Natürlich kann kein Kunde auch nur eine Dienstleitung anbieten, die zu keinem eigenen Produkt besteht. Dennoch kann man versuchen einen Eintrag der Firma in Wikipedia zu erreichen. Auch das DMOZ ist nur eine erste Maßnahme. Wenn es klappt gut, wenn nicht auch kein Problem. Ein Link aus dem DMOZ ist meiner Meinung immer noch was Wert. Du sprichst eine Problematik an, die viele Seitenbetreiber haben. Vergesse dabei aber nicht, dass die Editoren alles ehrenamtlich machen und wahrscheinlich tausender solcher Anfragen bekommen. Ich fange z.b immer lokal an wo die Firma ansässig ist und gehe später zu einem Keyword über.

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10 SEOnaut August 1, 2010 um 8:25 pm

Hi !

Das mit den Verzeichnissen siehst du glaube ich falsch. Wie ich immer gerne sage:”Gute SEO Arbeit beginnt oft offline”. Bedeutet, die alten Wege über Verzeichnisse wie Gelbe Seiten oder andere Oldschools bringen einen vertrauensvollen Einstieg. Die Tatsache, dass Google die Verzeichnisse für die Local Search nutzt spricht für sich. SEO denken oft nur im Netz. Aber die Problematiken hast du richtig beschrieben.

Gruß, Marco

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11 seo2feel August 1, 2010 um 8:49 pm

Hallo Marco,

Natürlich hast du recht :-) In den meisten Verzeichnissen kommt man aber fast automatisch rein. Wie du schon sagst bringen diese den vertrauensvollen Einstieg und auch für die Google Lokal Search sind diese wichtig. Jedoch reichen meiner Meinung nach 3 Einträge bei den wichtigsten Branchenverzeichnissen aus. Danke für dein Kompliment.

Mirco

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12 Max August 3, 2010 um 2:39 pm

Automatisch kommt man vielleicht rein in die Branchenbücher, aber das meist recht schlecht/unterdurchschnittlich hinsichtlich Informationsgehalt und Richtigkeit. Ich denke es kann nicht schaden, da ein wenig Arbeit zu investieren, zumal es tendentiell einmalige Arbeit ist. Fand diesen Artikel auch nicht schlecht zu dem Thema.

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