The Twitter Bay – Spammer und Money Maker greifen Twitter an

by seo2feel on Juni 23, 2009

the-twitter-bay

Zuvor muss ich sagen, dass ich schon darüber einen Artikel geschrieben haben auf meinen zweiten Blog easytopia Ich werde es aber hier noch einmal ausführlicher machen.

Wo fange ich, ach ja am Anfang wäre nicht schlecht. Der Twitter Hype begleitet die Medien uns und auch die Blogger Welt war davon betroffen. Über all schrieben die Leute begeistert von den vielen Möglichkeiten die sich mit Twitter auftun und dass der Microblogging Dienst die Erfindung sei. Es sei an dieser stelle mal dahin gestellt das Twitter im Prinzip nur ein SMS-Dienst im Internet ist.

Nun fingen also die ersten an zu twittern und nach noch nicht mal einen halben Jahr zählte der Microblogging Dienst Millionen von Nutzern. Ein Geschäftsmodell fehlt zwar bis heute, aber man hat die Nutzer schon einmal auf seiner Seite.

Twitter Währung followers

Dann kam es langsam zum verfolgen (followen) jeder wollte mehr als der andere haben und folgte wirklich jedem den er finden konnte, um so auch einmal unter den Top100 zu kommen. Wie in allen Bereichen unsere Gesellschaft, gibt es schwarze Schaffe die nicht den ganzen Tag vor Twitter hängen wollen um followers zu bekommen.

Kaum war der diese Nische entdeckt, nämlich automatisiert seine Follower Zahlen zu steigern, wurde diese auch sofort mit einer Vielzahl von Software, Bots, Robots, Scripten gefühlt. Diesen hatte nur ein Ziel in möglichste kurzer Zeit viele Follower zu bekommen, ohne dabei auch noch viel zu tun.

Erst Accountparking, dann Spam Netzwerk

Doch wie es eben so ist, manche Leuten können den Hals nicht voll bekommen. Ein Account reichte Ihnen nicht und so machten Sie noch einen 2 auf. Plötzlich kam einer auf die Idee hey klasse ich registriere einfach Namen von Firmen und hoffe das diese mir dann den Account abkaufen. So kam das Accountparking zu Twitter und Nutzer verzweifelten, weil Ihr Name bereits vergeben war. In vielen fällen mussten diese Zahlen. Diese Fälle fallen natürlich unter den Tisch, denn Twitter keinen Richtlinien und Accountdaten Anfragen werden meisten ignoriert.

In diesem Bereich fehlt es Twitter an Proportionalität und man merkt, dass es anfangs nur ein Fun-Projekt war.Aber nun weiter im Text.

Vielen Nutzer war es aber zu mühselig immer wieder Accounts zu registrieren und so gab es dafür auch bald einen Software, die nach einen Excel liste alle Accounts automatisiert bei Twitter anlegte.

Damit aber nicht genug und war ja die Möglichkeiten geboren diese Accounts unter einander zu Vernetzen. Und so waren die Spam Accounts geboren, die sich einen schönes Netzwerk aus Spam Accounts aufbauten.

Spam Netzwerke in Twitter

Es gibt viele Spamm Accounts in Twitter. Diese haben aber meisten unterschiedliche Gesichter und somit auch ein anders Vorgehen. Wären die einen auf die sexy Girl Masche setzte. Also einfach ein Bild einer heißen Schnecke in Ihren Account stellen und schon wird man mit offen Armen begrüßt.

Das sieht dann folgendermaßen aus:

twitter-spammer-profile

twitter-spammer-profile

Ersteinmal folgt der Account 404 anderen, dass ist ja Vertrauens erweckend schaut man sich diese aber einmal an sieht man auf den ersten Blick dass es sich dabei größtenteils um Spam Accounts handeln.

twitter-spammer-follows

twitter-spammer-follows

Wenn man nun auf diesen Link klickt, der sich in diesem Profil befinden, findet man sich meisten nach 10 Umleitung auf einer Seite vor, die dir beibringen will schnell Geld zu verdienen. Phishing und Spam sind also die Folge.

twitter-spam-page

twitter-spam-page

Nun gibt es aber auch noch die andere Seite, die mit Werbung richtig dick Kasse machen. Ich spreche jetzt nicht von denen, die mal 5-10 Werbetweet absetzten sondern, welche die Account nur für solche Zwecke missbrauchen.

Ersteinmal werden sich Accounts generiert, mit vielen followers. Wir haben ja schon gelernt, das es dafür Programme gibt. So nun meldet man sich z.B bei

be-a-magpie.com
twtad.com
adcause.com
twittad.com

oder auch bei cashcrate.com, was sehr beliebt wegen des Gewinns. Nun lässt man den Account noch so aussehen als wäre er kein Werbe Account also postet man ein paar Sachen und setzt dann später dann Werbelink ein wie in diesem Beispiel:

Made $12 this hour filling out surveys at REFLINKHERE
Want to make $9-14 an hour doing simple surveys? REFLINKHERE
I've been asked a lot how I am able to support myself working at home. REFLINKHERE

So nun muss man nur noch abwarten und z.B in Twitter Later einstellen, dass alle 35 Minuten diese Zeug gepostet werden soll.

Spam Links in Twitter

Das man sich manchmal mit den gekürzten URLs ins eigene Fleisch scheiden kann zeigt Twitter  wie kein andere Dienst. Die gekürzten URLs erlauben es uns ein bisschen mehr zu schreiben, denn sonst könnt man vielleicht nur noch „link tipp“ schreiben das manche URLs sehr lang sind. Doch Twitter hatte auch dafür eine Idee URL-shorting. Also das zerstückel der URL sodass man diese nicht mehr erkennt bzw. herauslesen kann wo man hin kommt. Spammer und Script Kiddy nutzen so etwas gnadenlos aus, wo sonst kann man dass auch noch legal tun.

Ein klick und man befinden sich entweder auf einer Werbeseite, Phishingseite oder Traffic Seiten. Ein paar Dienste können zwar die URLs entschlüsseln, doch bei der Riesen Masse an URL-shorting Dienste klappt das meisten nie und so klicken ahnungslose User aber auch Profis wie ich einfach auf den Link, ich will ja wissen was sich dahinter verbirgt.

Deshalb Vorsicht und klick nur auf Links von vertrauten Usern.

Twitter ist Unprofessionell und braucht unbedingt einen Art Tweetpolizei

Ich habe das Gefühl, dass Twitter den Machern langsam aus den Händen gleitet und nicht mehr steuerbar ist und wild in alle Richtung wächst. Twitter ist unkontrollierbar geworden, was auch mit der riesigen Nutzer Gemeinde und dem Konzept dahinter zusammenhängt. Doch Twitter wird immer mehr zu einen gefährlichen Pflaster, wo man genau aufpassen muss wo man hintritt. Die User können sich auch nicht dagegen Schützen. Das beste Beispeil RT = Retweet, es gibt viele Spammer die benutzen einen bekannten Namen z.B RT @obama USA is under attack link

So dreimal dürft Ihr raten was das für ein Link ist. Richtig ein Werbelink und da denke ich mal viele Leuten dem Präsidenten vertrauen, klicken diese Ahnungslos drauf. So haben die Piraten/Spammer/Money Maker nicht nur einen Sündenbock, sondern bekommen auch kein Ärger. Denn was macht es schon, wenn ein Account von Tausenden gesperrt wird.

Das Twitter auch Accountnamen nicht überprüft, musste ich hier live sehen der Account adolf_twitt_r

twitter-nazi

twitter-nazi

und auch noch einen einige Menge mehr bedenklicher Account befinden sich im Moment im Umlauf.

Ich bin deshalb der Meinung, dass ich die Macher schnell etwas einfallen lassen müssen sonst könnte das gesamten Twitter Projekt aus den Fugen geraten und unkontrollierbar werden, was es jetzt fast schon ist.

Diese Blogs haben auch über dieses Thema berichtet:

Tagseoblog - Twitter Spam Follower: Gut für die Statistik – oder besser löschen?

Was ist eure Meinung zu dem Thema, wie seht Ihr das ganze ?

{ 11 comments… read them below or add one }

1 Christian Juni 24, 2009 um 9:22 am

Toller Artikel,
sehr hintergründig und deutlich.

gefällt mir sehr, obwohl ich auch twitter und diesen artikel über einen Link bei twitter erhalten habe!

LG

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2 kyio Juni 24, 2009 um 9:23 am

ich bin nicht der meinung das man eine twitter polizei braucht (http://www.youtube.com/watch?v=xIWjInz8fqA). allerdings denke ich auch das twitter verstärkt gegen spammer vorgehen sollte. möglichkeiten der erkennung sollten seitens der betreiber doch wirklich einfach möglich sein.
interessant wäre auch eine statistik wie viele spamaccounts auf einen echten user kommen

Antworten

3 seo2feel Juni 24, 2009 um 9:29 am

@ Christian

Naja ein bissche promoten muss man ja sonst nimmt ja keiner Notiz.

@kyio

Sehr lustiges Video :-) . Das meinte ich ja mit Tweetpolizei, dass man gegen Spammer vorgeht. Ich denke die Möglichkeiten sind da, nun muss man nur einen Lösung finden.

Meinst du wie viele Spamaccounts im durschnitt einem folgen ?

Danke für Feedback.

Antworten

4 Peter G. Spandl Juni 24, 2009 um 10:06 am

Sehe das ganze keinesfalls so dramatisch wie Du es schilderst. Wenn jemand den Porno-Miezen bei Twitter folgt, dann ist das doch nicht das Problem von Twitter sondern sein eigenes. Wie dämlich muss man denn sein um nicht auf den ersten Blick zu erkennen worum es hier geht? Das gleiche gilt für Accounts die immer nur Links veröffentlichen und keine “Unterhaltungen” mit anderen Usern führen. Auch das erkennt man recht schnell.

Prinzipiell suspekt sind mir Accounts die Followerzahlen im Zehntausender-Bereich haben und nur ihre Geschäftsmodelle anpreisen. Auch diese kann man ganz einfach meiden. Nachdem diese aber so viele Follower haben (auf regulärem Weg oder über die Zeit bekommen?) scheint das Interesse daran, bei Twitter auch Geld zu verdienen, doch recht groß zu sein. Wenn mir jemand folgen will, der selbst hunderten von Leuten folgt, selbst kaum Follower und vor allem kaum Updates hat, dann sieht man doch auf einen Blick, dass da etwas nicht stimmt.

Meine Devise bei Twitter lautet schon seit vielen Wochen “halte deine Follower rein”. Ich selbst (@pix4pix) überprüfe vorher die Leute, die mir folgen wollen und blocke inzwischen täglich mind. 4-8 Leute (ohne die Pornoseiten). Was will ich denn mit Leuten aus aller Welt die z.B. englisch/spanisch twittern, wenn ich selber auf deutsch Kochrezepte veröffentliche? Die Followerzahl allein ist kein Kriterium für gute Infos oder gute Unterhaltung. Deshalb habe ich den Begriff der #1A-Follower entwickelt. Nehme also nur solche! Umgekehrt ist es ebenso. Warum soll ich jemand folgen dessen Themen mich nicht interessieren?

Auch wird kein User gezwungen auf Werbung zu klicken. Sei sie jetzt von be-a-magpie.com oder anderen Diensten. Sind die wirklich alle unseriös? Das Prinzip von be-a-magpie.com z.B. scheint mir sogar sehr gut zu sein. Habe mich erst gestern ein bisschen damit befasst.

Die Mentalität, bzw. der Ruf nach “alles kostenlos” im Internet ist zwar weit verbreitet, kann aber für viele Angebote kaum zielführend sein. Auch für Twitter nicht. Die etwa 28 Angestellten und die ganze Technik verbrennen täglich Geld. Die Leute die es investieren, werden es irgendwann zurückhaben wollen.

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5 seo2feel Juni 24, 2009 um 1:52 pm

Hallo Peter,

Danke für deine sehr ausführliche Meinung. Der Artikel sollte keine Panik machen oder Twitter in ein arg dramatisches Licht rücken. Dennoch sollte der Artikel aufklären wie es im Moment so abläuft hinter den Kulissen und welche Tricks eingesetzt werden.

Es geht nicht darum zu klären ob man Spammern folgen soll oder nicht, dass muss jeder mit sich selbst ausmachen. Sondern es geht darum die Methoden aufzuzeigen, die Twitter zulässt und somit auch Schadet.

Klar viele von uns werden solche Werbelinks erkennen und nicht draufklicken, doch wie sieht es denn aus wenn der Beitrag interessant ist aber der Link eine tiny url ist ? Im Prin-zip ist es wie russisches Roulett.

Klar man kann seinen Leserkreis einzirkeln, aber man schottet sich so auch von anderen interessanten Beiträgen ab.

Prinzipiell das hast du Recht sollte man misstrauisch sein bei solchen Account, doch Twit-ter Neulinge die nicht grade voll in der IT und Computerwelt sind haben es da schon schwerer.

Viele lassen sich ja auch anlocken von den Bilder und den tweets. Doch Twitter gibt keine Garantier oder Punkte auf gute oder böse, es ist ein offener Chat wo jeder mit jedem kommunizieren kann. Du kannst zwar die Leute blocken, aber nach ein paar Tagen werden neue Accounts auftauchen, ich habe keine Lust immer wieder Spamaccounts zu löschen.

be-a-magpie.com ist einen tolle Sache keine Frage ich verurteile diesen Serivce ja auch nicht ich erkläre nur, dass dieser oft für Werbetweets benutz wird.

Klar ist mir auch, dass viel Geld in die Technik gesteckt werden muss. Aber meinst du nicht Twitter sollte sich langsam mal etwas überlegen wie sie Ihren Dienst in den griff bekommen?

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6 Peter G. Spandl Juni 24, 2009 um 3:29 pm

Natürlich sollten die Twitter-Leute manches in den Griff gekommen. Da gebe ich Dir schon recht. Habe aber auch den Eindruck dass die sehr intensiv daran arbeiten.
Was die Tweetpolizei angeht . . . Tja, gibt es nicht gerde eine Riesenbewegung unter dem schönen Wort #Zensursula ?

Tiny url ist ist wie russisches Roulett? Neulinge schützen. Hmm. ich weiss ja nicht.

Du kannst auch jederzeit vom Blitz getroffen werden und die Chance von einem Auto angefahren zu werden ist auch sehr hoch. Das sind Dinge die Du nicht im Griff haben kannst.
Dein Verhalten im Internet, abzuwägen wer oder was eine seriöse Quelle ist und wer nicht, das kannst Du selber beeinflussen. Und nirgends gibt es so viele aufmerksame Beobachter wie in den sozialen Netzwerken, die bei Gefahr sofort Warnungen ausrufen.

Mit Spam-Mails dagegen bleibst Du ganz allein :-)

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7 seo2feel Juni 24, 2009 um 4:08 pm

Ja mühe geben sie sich, aber wenn Twitter langfristig seinen guten Ruf behalten will, sollte man noch einiges machen. Mit Tweetpolizei meinte ich nicht das zensieren von tweets sondern das löschen und verhindern von Spam tweets. Es gibt ja bereits einen #twitter Spam oder so was wo man über Spam Accounts berichten kann.

Klar ist Neulingen fallen auf solche Tricks einfach herein. Schützen kann man diese vielleicht nicht direkt. Aber vielleicht schreibt Twitter mal einen Guide oder Artikel über den Umgang mit Twitter.

Tiny URL war nur ein Vergleich, aber weißt du jedes Mal was sich hinter der URL verbirgt? Also ich weiß es nicht. Die Wahrscheinlichkeit das sich hinter einer tiny url was anderes verbirgt als man denkt ist denke ich höher, als das man vom Blitzgetroffen wird.

Aber gut wie du schon sagst das kann man nicht beeinflussen. Also seit ich angefangen habe mit Twitter habe ich außer der Warnung zu dem Virus noch keinen bekommen die mich vor bestimmten Spammer warnten. Obwohl Twitter ja das schnellste Nachrichten-medium ist.

Ich hoffe doch mal, wenn Twitter endlich ein Geschäftsmodell hat, ändert sich einiges beim Microblogging Dienst.

ps. In den USA wird gespammt und Geld gemacht wie verrückt mit diesen Methoden.

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8 Arne Juni 24, 2009 um 11:32 am

Gerade das mit der Accountnamenprüfung und dem Retweet-Risiko halte ich auf jeden fall für erwähnenswert… danke dafür!

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9 uhuscc computerclub Juli 9, 2009 um 11:59 pm

ja die polizei die hat schöne uniformen das gibt was fürs auge her … wo der unsinn regiert wie in twitter derzeit gibts meiner meinung nach nicht viel zu schützen aber das ist (m)eine meinung nur ….

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10 uhuscc computerclub Juli 10, 2009 um 12:01 am

“Du kannst auch jederzeit vom Blitz getroffen werden und die Chance von einem Auto angefahren zu werden ist auch sehr hoch. Das sind Dinge die Du nicht im Griff haben kannst.”
du kannst auch aufs klo gehen und das papier ist aus stellt euch das mal vor!!!!

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11 Horst August 7, 2009 um 8:44 pm

Also ich bemühe mich seit geraumer Zeit nach Kräften, aber mir will sich der Sinn und Zweck von Twitter einfach nicht erschliessen.

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